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Security in Rechenzentren
Leibwächter für das Betriebsgehirn oder wie sicher ist Ihr Rechenzentrum?

Wirtschaftlicher Erfolg der Unternehmen ist in engem Zusammenhang mit der sicheren und störungsfreien Funktion der EDV-Anlagen (Elektronische Datenverarbeitung) zu sehen.

  • Datenverlust, Sabotage und Anlageausfälle können grössten Schaden verursachen.

Deshalb ist es aktueller denn je, unabhängig von der ebenso wichtigen IT-Sicherheit, das „Gehirn“ der Firma auch gegen andere Bedrohungen, wie zum Beispiel unberechtigten Zutritt, Brand, Systemausfall, Naturereignisse oder Know-How-Verlust durch kriminelle oder subversive Handlungen zu schützen und regelmäßig die Effektivität der Sicherheitsmaßnahmen dieses höchst sensiblen Bereiches zu überprüfen.

Die Sicherheitsmaßnahme beginnt mit einem kompletten Rundgang um und in dem Gebäude, mit der Beurteilung vorhandener technischer Maßnahmen, sowie dem Erkennen von Lücken und Mängeln.

  • Sind die Ein- und Ausgänge, auch Neben-, Personal- und Notausgänge,    kameraüberwacht?

  • Haben nur die „richtigen oder berechtigten“ Mitarbeiter Zutritt?

  • Sind Anschläge von Außen, zum Beispiel durch Steine oder Molotow-Cocktails in   das Objekt hinein möglich?

  • Entsprechen die mechanischen und elektronischen Sicherungen noch dem Stand der Zeit?

  • Arbeiten die Melde-, Überwachungs-, Kommunikations- und    Zutrittsüberwachungssysteme noch störungsfrei?

Diese individuelle Bestandsaufnahme, die die Kriminalitätslage, bisherige Schäden und das Umfeld des Zielobjektes mit einbezieht, sollte von professionellen Sicherheitsfachleuten (zum Beispiel einer „Berufs- und Direkt-Detektei“) oder Beamten der örtlichen Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle durchgeführt werden.

Hierbei sollte der Stand der vorhandenen Sicherheitstechnik, Anzahl, Aufgaben und Ausbildung des Personals sowie auch Vorschriften und Auflagen von Behörden und Versicherern aufgenommen werden.

Eine derartige Ist-Bestandsaufnahme sollte die vorhandenen Schwachstellen aufzeigen und unter Einbeziehung des festgestellten Bedrohungs- und Gefährdungsrisikos die Basis für das zukünftige Sicherheitskonzept sein.

Das Risiko oder die realistische Schadenerwartung ist ein Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen. Die Risikobewertung oder das Bedrohungsbild bezieht neben Kriminalität auch Brände, Naturereignisse, Sabotage, betriebsspezifische Risiken sowie menschliches und technisches Versagen mit ein.


Planung des individuellen Sicherheitskonzepts

Die Schutzziele sind erarbeitet und definiert. Nun kann das individuelle Sicherheitskonzept geplant und entwickelt werden. Hierbei wird sich den unterschiedlichen Gegebenheiten des Gebäudes, der Problemstellung und jedem Sicherheitsbedürfnis angepasst.

Es gilt durch sinnvolle Planung ein maßgeschneidertes Sicherungssystem zu entwickeln, das weitgehend gegen äußere und höhere Gewalt, ungewollte schadenanrichtende Ereignisse (Brand, technischer Defekt) und oder vorsätzliche betriebsstörende oder schädigende Ereignisse (Kriminalität) schützt.

Zu Beginn steht die Planung und Kontrolle der äußeren Sicherheit oder des Perimeterschutzes,

also zum Beispiel:


  • Zugangswege, Einfahrten, Eingänge, Pforten und Bewachung

  • Erkennbarkeit und Umgebung von Außen

  • Elektronische Umfeldsicherungen

  • Maßnahmen gegen Wassergefahren

  • Physische Umfeldsicherungen, Gelände, Bewuchs, Zäune und Beleuchtung


Es folgt die Beurteilung der Gebäude Außensicherung,

wie zum Beispiel:


  • Kontrollierte Zugänge, Zugangssicherung, Zugangskontrollsysteme

  • Physikalische Außenhaut und deren Beschaffenheit

  • Außentreppen, Vergitterungen, Luken und Dach

  • Leitungseingänge, Energieversorgung und Kabelzugriffschutz

  • Schwachstellen und Öffnungen in der Außenhaut
 

Letztlich sind die Maßnahmen zum Brandschutz zu überprüfen,

zum Beispiel:


  • Brandlöschanlagen

  • Baulicher Brandschutz

  • Brandmeldetechnik

  • Organisatorischer Brandschutz


Erst jetzt greifen Überlegungen zum Schutz vor unbefugtem Zutritt, vorsätzlicher Sachbeschädigung und vor Diebstahl. Auch die Überprüfung der Sicherheitsdokumentation und des Versicherungsbestand sind ein Teil der Sicherheitsanalyse und des Sicherheitskonzept. Mit einzubeziehen sind hierbei die Aufgabenstellung und Betreiberwünsche, unter Beachtung der objektspezifischen Besonderheiten.

Erfahrungsgemäß treten Schäden meist dort auf, wo die geringsten Vorsorgemaßnahmen getroffen wurden. Deshalb müssen zuerst diese Schwachstellen, die bei der Risikoanalyse zutage getreten sind oder von Vorschäden bekannt sind, beseitigt werden.

Öffentlichkeitsbereiche haben in Rechenzentren nichts zu suchen und sind deshalb nicht zu empfehlen!

Das Konzept sollte unter Einbeziehung der Wirtschaftlichkeit, flexible technische und organisatorische Vorbeuge-, Schutz-, und Sicherungsziele beinhalten, die im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten zu einem noch vertretbaren Restrisiko führen.

Das Prinzip heißt beim Gelände, wie beim Gebäude:

  • Erst außen, dann innen und immer rundherum gleichmäßig sichern.    

Alle Massnahmen sollten es Terroristen, Saboteuren, Brandstiftern und Dieben ganz offensichtlich und erkennbar die „Arbeit“ so schwer wie möglich machen.

Ein guter Widerstandszeitwert ist die Basis für elektronische Sicherungen.
Empfehlenswerte Schutzsysteme sind zum Beispiel:


  • stabile Zaunanlagen mit Übersteigschutz

  • massives Mauerwerk

  • einbruch- bzw. durchwurfhemmende Fenster im geprüften stabilen Rahmen

  • einbruchhemmende Außentüren

  • und hochwertige Schließanlagen


Sämtliche Schächte, Dachluken, Lüftungsöffnungen und ähnliches sind in gleicher Weise zu schützen.


Das Gebäude sollte frei von Bewuchs, von aussen gut einsehbar sein und über eine leistungsstarke und weiträumige Aussenbeleuchtung verfügen. Unerlässlich sind mindestens durchwurfhemmende, noch besser einschlaghemmende / einbruchhemmende Verglasungen. Dadurch sollte verhindert werden, dass durch Einwurf eines Steines und danach ggf. eines Molotow-Cocktails das Gebäude mit geringem Aufwand in Brand gesteckt werden kann.

Für einige Betriebe empfehlen sich ausserdem brand- und einbruchhemmende Datentresore, die entsprechend grosse Datenmengen sicher speichern können oder als Alternative tägliche Datenauslagerung ermöglichen.

DIN VDE 0833 (Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall)

Brand, Einbruch und Überfallmeldeanlagen nach DIN VDE 0833, sollten in Kombination mit zweckmässigen mechanischen Sicherungsmassnahmen und gesicherter Intervention im Alarmfall eine relativ gute Schutzwirkung bieten.

Gefahrenmeldeanlagen sind wegen der erforderlichen Funktionssicherheit (Schutz gegen Manipulationen oder Überwindungsversuche, Vermeidung von Falschalarmen) besonders sorgfältig zu planen und zu installieren. Damit sollten aber ausschliesslich fachkompetente Direkt Detekteien, VdS- zugelassene Firmen und die Versicherer beteiligt werden.

Die zu installierenden Gefahrenmeldeanlagen sollten sich durch:


  • einfache Bedienung

  • Flexibilität in der Anwendung

  • frühzeitige Gefahrenerkennung

  • zuverlässige Alarmabgabe

  • und problemlose Erweiterbarkeit der Anlage auszeichnen


überfall- und Einbruchmeldeanlagen sollten ggf. zur Polizei oder einer VdS-zugelassenen Interventionsstelle auf schaltbar ausgelegt sein.

Hauptaugenmerk sollte auch auf die Errichtung der Brandmeldeanlage gelegt werden. Diese muss im Einklang mit dem Nutzer, dem Brandschutzamt und der Brandversicherung errichtet werden.

Lassen Sie Ihre EDV-Anlage mit einer modernen unterbrechungsfreien Stromversorgung ausstatten, die Netzschwankungen oder Netzausfälle überbrücken kann. Qualitativ hochwertige Anlagen von etablierten Herstellern bieten die volle Zuverlässigkeit und einfache Installation, Modularität, Redundanz, Vielseitigkeit, Erweiterungsmöglichkeiten und einen hohen Wirkungsgrad.

Die Sicherheit des Zielobjektes wird durch eine Blitz- und Überspannungsschutzanlage für alle Gefahrenmelde- und Kommunikationssysteme gewährleistet.

Zeitgemäß ist ein Zutrittskontrollsystem mit moderner biometrischer Identifizierung, das alle Zugangs- und Ausgangsdaten genügend lange speichert. Dabei sollte der Kreis der Zutrittsberechtigten möglichst klein gehalten werden.

Führende Hersteller im Bereich der physikalischen Daten- und Systemsicherheit, die die IT-Evolution von Anfang an begleitet haben, bieten ein Optimum an physikalischer Sicherheit für Rechenzentren und Datensysteme.

Die Planung und Realisierung Modulare IT-Sicherheitsräume mit integrierter Infrastruktur wie Klimastabilität, Energiekonzepte und Brandschutztechnik, sollte oben genannten spezialisierten Unternehmen übertragen werden.

Die Überwachung von Rechenzentren mit moderner Videoüberwachungstechnik, ist eine Grundvoraussetzung. Denn diese Form der Überwachung hat neben der starken präventiven Wirkung auch grossen Nutzen als Beweismittel bei strafbaren und unerlaubten Handlungen.

Das Zugangskontrollsystem sollte mit dem Videoüberwachungssystem gekoppelt werden. Auch die Überwachung des Objektes an der Aussenhaut ist hier mit einzuziehen. Dafür sollte eine Ausschaltung in eine Sicherheitszentrale (Notruf- und Serviceleitstelle / NSL) erfolgen.

Datenschutzrechtlich ist zu beachten, dass die Besucher auf diese Technik hingewiesen werden, die Personalvertretung gemäss § 87 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG ) zugestimmt hat, keine Unbeteiligten ausserhalb des Geländes betroffen sind und die Aufzeichnungen nach einem definierten Zeitraum gelöscht werden.

Beachten Sie, dass nur Fachfirmen ein angemessenes Schutz- und Sicherheitskonzept erstellen und in Absprache mit dem Nutzer die Personalplanung und Personaleinteilung professionell und zuverlässig übernehmen können.

Für den Einsatz bei der Zugangskontrolle, dem Objektschutz- oder in der Alarmzentrale mit Videoüberwachung sowie für die Intervention sollten gerade in Rechenzentren nur geprüfte Schutz- und Sicherheitskräfte eingesetzt werden.

Auch die Planung von Rechenzentren sollte nur an namhafte Firmen, die komplette Rechenzentren mit Rechenzentrums-, Sicherheits-, Energie-, Kälte-, Klima- und Kommunikationstechnik planen.

Wählen Sie wirklich nur Profis mit langer Erfahrung und sehr guten Referenzen für diese Aufgaben aus. Diese Firmen müssen in der Lage sein, die komplette Umgebungstechnik von Rechenzentren und das weite Feld der Gebäudeausrüstung abzudecken. Bei der Auswahl dieser Vertragspartner sollten Sie sich von den Fachkenntnissen, Erfahrungen und Referenzen überzeugen.

Mitgliedschaften im BHE (Bundesverband der Hersteller und Errichter von Sicherheitssystemen), VfS (Verband für Sicherheitstechnik e.V.), BDWS (Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e.V.) oder die Anerkennung des VdS (Vertrauen durch Sicherheit) unterstreichen die Seriosität des Anbieters.

  • Achten Sie auch auf den Gesamtinhalt des Leistungspaket und ein 24-Stunden-Service.

Die Zusammenarbeit des Sicherheitsdienstleisters mit Architekten, Organisations- und Unternehmensberatern, mit dem Ziel die optimale Funktion und Integration des Verwaltungsgebäudes oder der Produktionsstätte in Ihren Organisationsprozess, sollte selbstverständlich sein.

Oftmals erfordert die Komplexität der Aufgabenstellung eine Zusammenarbeit mit zusätzlichen Spezialisten.

Ihr individuell angemessener und wirksamer Schutz des Rechenzentrums wird durch das Zusammenwirken von perfekter Planung, geeigneten personell organisatorischen Maßnahmen, den Einsatz anerkannter mechanischer Sicherungen und fachmännisch projektierten elektronischen Gefahrenmeldeanlagen und Moderner Videotechnik gewährleistet.

Durch regelmäßige Schulungen und Direktiven sollten Sie ein scharfsinniges Gefahrenbewusstsein im Unternehmen selbst schaffen.

  • Saboteure, Terroristen, Industriespionen und Computerkriminelle sind enorm  „kreativ“.

Kontrolle schafft Sicherheit!
 
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